Anders Arbeiten: holocratic, sociocratic oder was?

„Eine Firma, in der jeder machen kann, was er will? Und wenn keiner das Sagen hat, wie soll man da zu Entscheidungen finden?“ Um diese Fragen ging es bei einem der Vorträge bei der Konferenz Act Different am 15. Mai 2014 in Berlin. Mitarbeiter der Agentur Dark Horse (30 MA) stellen ihr Organisationsmodell vor. Einige Einblicke zeigt der Video-Clip, der nachstehend kanpp beschrieben ist: Es geht um eine Organisations-Kultur, bei der das Individuum  im Mittelpunkt steht, Fehler-Kultur, intratives Arbeiten. Zwei Fallen galt es dabei zu umgehen, um die Entscheidungsfähigkeit zu gewährleisten: 1. Falle basisdemokratische endlose Diskussionen 2. Falle Diktatur einer kleinen Gruppe. Lösung: Soziokratisches Entscheidungsmodell: bei Entscheidungen geht es nicht darum alles sind dafür (Demokratie) sondern: keiner ist dagegen. Schwerwiegende Einwände sind möglich. Treffen sind stets moderiert, rotierend durch einen Mitarbeiter, dadurch besteht die Bereitschaft, sich führen zu lassen, denn jeder ist mal dran. Wer etwas sagen will meldet sich. Der erste mit einem, der zweite mit zwei und der dritte mit drei Fingern, etc.  So ist die Reihenfolge der Beiträge für den Moderatoren geklärt. Die Erfahrung zeigt, das Veto ist nur als Notbremse gedacht und es wir fast immer „ja“ gesagt. „Missbrauch“ wird mit Arbeit bestraft: wenn jemand dagegen ist, ist er verpflichtet, eine machbare Lösung mitzugestalten. Vorteiel sind:

  • Alle partizipieren an Entscheidungen
  • es besteht ein hohes Maß an Identifikation
  • es ist eine sehr schnelle Methode, selbst bei schwierigen Entscheidungen.

Organisationen müssen messen, wo die Organiosation steht: es wird gemessen, gibt „Performance Indicators“, was war gut, wohin wollen wir uns entwickeln? etc. Das steht im Gegensatz zu Qualitäten privater Beziehungen, in denen Schwäche, Fehler und Verzeihen möglich sind. Um eine Kultur des Vertrauens zu entwickeln wurde ein „Failure-Award“ eigeführt, bei der jeder seine größten Fehler einreicht, um Fehler zu wertschätzen und zu zeigen: Fehler gehören dazu, sind wichtig fürs lernen und verzeibar. Das ist mit iterativem Arbeiten gemeint und dient dazu mutiges, expermentelles Handeln fördern und macht die Organisation schnell, flexibel und lernfähig. Transparente Darstellung der Arbeitsweise und des Wissens gehört ebenfalls zu den Tools der schwarzen Pferde. (Dazu würde der Autor gerne mehr wissen.) Interessant ist auch die Beschreibung der Generation Y: denn hier werden zu Beschreibung weniger marktdemographische Kriterien als wichtige Merkmale erachtet sondern vielmehr stehen als relevante Kriterien Bedürfnisse der Generation Y im Mittlepunkt der Betrachtungsweise, beispielsweise partiziepieren zu können, gewertschätzt zu werden, den Wunsch nach kreativer Arbeit zu haben.