Virtuelle Zusamenarbeit moderieren

Kollaboration, bzw. virtuelle Kollaboration ist ein ganz wesentlicher, wenn nicht DER Einflussfaktur für ein verändertes Arbeiten und virtuelle Moderation gewinnt zunehmend an Bedeutung. Angeregt durch das Erscheinen des Buches „Neue Räume für Organisationen“ habe ich mir hierzu einige Gedanken gemacht. Das Thema virtuelle Kollaboration war Gegenstand der Berlin Change Days 2009 & 2012  und ist mir dadurch als Fragestellung schon etwas vertraut. Und auch bei www.theseed.de , wo ich im Januar 2013 eingestiegen bin, ist virtuelle Kollaboration, gestützt von einer Netzwerkvisualisierung, ein Kernelement der Strategie.

Es ist spannend, was die Virtualisierung mit sich bringt: einerseits bringt sie neue Freiheiten: Man kann sich z.B. weltweit mit Menschen vernetzen, die ähnliche Interessen haben und ausgesprochen günstig qualitativ hochwertige Services mit geringen Kosten anbieten. Bei theseed sind das hochprofessionelle, sehr gut vernetzte Teams, die im virtuellen Büro zusammenarbeiten.

Gleichzeitig werden Vertrauen, Werte und Qualitätssicherung wichtiger. Denn: Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ist die qualitativ hochwertigste Form von Kommunikation, weil sie es einem erlaubt, alle Sinne zu nutzen um zu wissen: kann ich hier Vertrauen? Dieser Raum muss im Virtuellen erst geschaffen werden. Und diesbezüglich kann man in dem Büchlein so einiges nachlesen, beispielsweise auch über die Notwendigkeit informeller Räume und wie man sie gestaltet für virtuelle Teams.

Fazit: Ich finde das Buch vor allem interessant, um dort Anregungen nachschlagen zu können für den Aufbau  & die Moderation eines virtuellen Teams. Für mich als Moderator (für u.a. Open Space ) gibt es da noch eine Menge weiße Flecken auf der Landkarte, gerade wenn man sich das Fazit zum Case Großgruppenversuch mal durchließt, wo sich auch erfahrene Moderatoren des virtuellen Raumes noch ganz am Anfang einer neuen Entwicklung sehen…